Route 33: Arkadi - Pikris - Amnatos

Routencharakter:

Einfache Wanderung auf guten Wegen, kurzfristig ein Fußpfad - keine Orientierungsprobleme.

Wanderstart:

Restaurant beim Kloster Arkadi.

Gehzeiten:

ca. 3 Std.

Höhenunterschied:

ca. 400m.

Routenanforderung:

Keine Besonderheiten. Im Sommer wie immer etwas Wasser mitnehmen!

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Routenbeschreibung:

Beim Kloster Arkadi folgen wir beim Restaurant der Straße Richtung Eleftherna und finden nach ca. 200m einen Schotterweg der links von der Straße abzweigt und auf die Kapelle am Koreshügel zuhält. Wer möchte kann dem kurzen Stück einer unbefestigten Stichstraße hoch zur Kapelle Agios Nikolaos folgen und die Aussicht zur Küste genießen. Im anderen Falle ignorieren wir diesen Stichweg und folgen der Geradeausroute stetig bergab bis nach Pikris. Nach ca. 40 Minuten erkennt man am Schluchtrand weitere Klosteranlagen mit einer Stifterkirche. Diese Wirtschaftsflächen wurden in früherer Zeit als Klostergarten verwendet. Eine Quelle speiste die Gemüse- und Obstpflanzen die der Versorgung der zahlreichen Mönche diente. Im November 1866 zog hier ein Teil des türkischen Heeres durch das Arkadi besetzte. Kurze Zeit später kommen wir an den Ruinen einer alten Wassermühle vorbei. Leider sind weder hier noch im Tal der Mühlen (Myli) diese traditionellen, vorindustriellen Konstruktionen in Betrieb. Die Schlucht öffnet sich immer mehr und nach weiteren Kehren erreichen wir die Talsohle, queren den Bach und gehen linksseitig des Tales bis nach Pikris. Das Dorf selbst liegt ganz unten am Bach und der Abstieg durch enge Gassen lohnt sich auf alle Fälle. Es gibt sogar eine alte Taverne, die Kleinigkeiten bereitet und sehr guten eignen Wein ausschenkt. Vom Dorf aus ist Aufmerksamkeit gefragt um den Weiterweg nach Amnatos nicht zu verfehlen. Wir folgen der Asphaltstraße links bergauf bis wir nach wenigen Hundert Metern einen Bergrücken überqueren und rechts die verlassene Grundschule von Pikris auftaucht. Nach weiteren ca. 50m taucht bei einem Strommast mit Transformatoren links ein Fußweg auf, dem wir Richtung Kapsaliana, Amnatos folgen. Manchmal ist die alte Pflasterung des Weges zu erkennen. Der Fußweg verbreitert sich und nach einigen Hundert Metern trifft er auf einen Fahrweg der von rechts heranführt, dem wir allerdings nach links unsere Richtung beibehaltend folgen. Bald kommt rechter Hand am Hang das Dorf Kapsaliana mit der kleinen Kapelle in Sicht. Bei einer weiteren Weggabelung ist deshalb der rechte Abzweig zu nehmen. Kapsaliana mit seiner sehr alten, teils venezianischen Bausubstanz beherbergt auch die ehemals zum Kloster Arkadi gehörenden Anlagen zur Olivenölerzeugung. Sie sind zu einer Art Museum umgebaut und sehr sehenswert. Viele der alten Gebäude sind zu Ferienwohnungen oder Appartements einer kleinen Hotelanlage umgebaut. Nach kurzer Besichtigung setzen wir unsren Aufstieg zum Dorf Amnatos und seinem ebenfalls sehr sehenswerten Volkskundemuseum fort. Dort treffen wir auch wieder auf die Hauptverbindungsstraße Rethymno - Arkadi mit Busverbindung.


Besonderheiten:

Reizvolle Aussichten auf die Nordküste und das östliche Umland von Rethymno. Durch die Arkadi-Schlucht sind 1866 während des Aufstandes am 8./9. November Teile der türkischen Angreifer hochgezogen. Sehr pittoreskes Dorf Pikris mit venezianischen Gebäuderesten. In Kapsaliana kurz vor Amnatos Möglichkeit die ehemalige Ölmühle des Klosters Arkadi zu besichtigen, die in eine Hotelanlage mit alter Bausubstanz integriert wurde. Tip: Besuch des Volkskundemuseums in Amnatos mit Münzsammlung und vielen Fossilienfundstücken aus der Umgebung.

Copyright © 2015-2018 Michael Dirksen.
Stand: 06.01.2018