Route 30: Gianniou - Preveli - Palmenstrand - Gianniou

Routencharakter:

Schöne Rundwanderung über das berühmte Kloster Preveli und den Palmenstrand von Preveli mit prima Bademöglichkeit.

Wanderstart:

Parkplatz kurz vor dem Dorf Gianniou.

Gehzeiten:

ca. 4 Std. Streckenlänge. ca. 13,5km.

Höhenunterschied:

ca. 300m.

Routenanforderung:

Unschwierige Tour, keine Orientierungsprobleme. Feldwege und gut begehbare Pfade.

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Routenbeschreibung:

Nachdem wir das Auto am kleinen Parkplatz vor dem Dorf abgestellt haben, durchqueren wir die wenigen Häuser und folgen den Schildern die nach Preveli weisen. In etlichen Kehren führt der Fahrweg auf einen Sattel und man kann das Kloster schon erkennen. In weiteren 20 Minuten gehen wir durch das Tor, zahlen unseren Obulus und besichtigen Kirche, Museum und den Mini-Zoo. Nur noch sehr wenige Mönche siedeln hier. Etwa 45 Minuten haben wir bis hierher gebraucht. Von der Klosterterasse aus genießen wir einen traumhaft schönen Blick runter auf die ca. 170m weiter unten liegende Libysche See. Nach unserer Klostervisite folgen wir der Straße bis zu einem Sattel und erkennen einen weiteren Parkplatz. Er ist den Besuchern des Palmenstrandes von Preveli vorbehalten. Wir halten uns allerdings ein weiteres Stück auf der Straße und besichtigen eine Gruppe von Bronzefiguren, die an den aufopferungsvollen Widerstand der Mönche gegen die deutsche Besatzung während des II. Weltkrieges erinnern. Selbst der Bronze-Mönch hält ein Gewehr im Arm und bezeugt die Wehrhaftigkeit der Gottesmänner. Viele Soldaten der alliierten Truppen wurden damals im Kloster versteckt, verpflegt und letztlich mit Schiffen von der Südküste aus nach Ägypten evakuiert. Von diesem denkwürdigen Ort aus können wir nun zum Parkplatz absteigen. Ein bestens ausgebauter Fußweg mit Geländer führt in vielen Kehren abwärts zur Badebucht und dem lagunenartigen Palmenstrand. Zu empfehlen ist ein Spaziergang bachaufwärts, rechtsseitig unter den Palmen entlang in den Canyon hinein, bis man an einer flacheren Stelle den Bach mit bloßen Füßen durchqueren kann und auf der anderen Seite wieder abwärts läuft. An einigen Stellen sind immer noch Reste der Palmwedelunterkünfte der Hippies und Freaks aus den 70ger und 80ger Jahren des vorigen Jahrhunderts zu erkennen. Auf der anderen Buchtseite erkennen wir einen Aufstieg zu einem niedrigen Bergrücken. Von dort aus sind es nur wenige Meter bis zu einem Trampelpfad der sich nach links den Hang hochwindet. Oben haben wir einen schönen Blick in den Canyon und befinden uns auf der östlichen Seite der Palmenbucht. Der Fußweg schlängelt sich oberhalb der Schlucht entlang, bis wir auf eine Fahrstraße treffen die uns linker Hand bis zur venezianischen Brücke führt. An der Brücke im Schatten von Bäumen offeriert eine kleine Kantina Erfrischungen im Sommer. Von der Brücke aus halten wir uns nach links auf Kato Preveli zu, das den wirtschaftlichen Teil des Klosters bildete in der Vergangenheit aber jetzt unbewohnt ist und nicht besucht werden kann. Ca. 100m nach dem Kloster zweigt rechts ein Fahrweg ab dem wir folgen. Nach etwa 1,5km umrunden wir ein Tal in einer Rechtskurve. Nochmal 300m weiter zweigt links bergansteigend ein Feldweg ab, der uns in die Nähe der Stifterkapelle von Agia Paraskevi bringt. Oben auf dem Bergrücken ist Gianniou zu erkennen und an einer Wegkreuzung gehen wir nicht nach links zur Kapelle, sondern gerade abwärts in das kleine Tal vor Gianniou. Ein winziger Bach wird überquert und in wenigen Minuten ist man oben im Dorf und kann sich im kleinen authetischen Kafenio erfrischen.


Besonderheiten:

Einkehrmöglichkeit im Kafenio von Gianniou. Kloster Preveli und das Museum sind den ganzen Tag, bis auf eine kurze Mittagspause geöffnet. Kloster Preveli stammt aus dem 17. Jh. - die Klosterkirche aus 1836. Die Palmenbucht von Preveli wird von Hunderten Dattelpalmen beschattet, die als eigene Art gilt.

Copyright © 2015-2018 Michael Dirksen.
Stand: 06.01.2018