Route 26: Anopolis - Loutro - Chora Sfakion

Routencharakter:

Reizvoller Abstieg von der Hochebene von Anopolis zum autofreien Küstendörfchen Loutro und entlang der Steilküste mit Badestrand und Minikantine. Eine abwechslungsreiche Tour für Genießer.

Wanderstart:

Dorfplatz von Anopolis.

Gehzeiten:

ca. 4,15 Std., Streckenlänge ca. 10km. Gute Markierungen, ab Loutro findet man E4-Schilder.

Höhenunterschied:

ca. 650m.

Routenanforderung:

Bestes Schuhwerk, Badezeug, teils ist Trittsicherheit erforderlich.

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Routenbeschreibung:

Mitten auf dem Dorfplatz von Anopolis steht das Standbild des Freiheitskämpfers Ioannis Daskalojannis, der aus dem Ort stammt. Der Airport von Chania ist nach ihm benannt. Er war der Anführer des Aufstandes gegen die Türken 1770/71. Rechts neben dem Kafenio führt der ausgeschilderte Fahrweg (Loutro) zur Kapelle der Agia Katherina hinauf die oben am Hang auf einem Pass steht und einen märchenhaften Blick bietet runter nach Loutro und den südlichsten bewohnten Punkt Europas, die Insel Gavdos. (30km entfernt) Malerisch schmiegen sich die paar Häuser von Loutro an den kleinen Naturhafen. Ein Maultierpfad führt in endlosen Kehren bergab Richtung Meer. Am Hang liegt ein länglicher gemauerter Stall, dort halten wir uns rechts, um kurz drauf wieder auf den Maultierpfad zu stoßen, der nun steil nach Loutro führt. Etwas oberhalb der Häuser von Loutro verläuft der Küstenpfad ostwärts nach Chora Sfakion. Zu dieser Stelle kommen wir nach einer wohlverdienten Pause mit Bademöglichkeit in Loutro zurück. Von hier startet unsre zweite Etappe. Der Steilküstenpfad entlang des Meeres ist steinig und führt durch Geröllhalden und über Kiesel und Felsbrocken. Nach einer knappen Stunde erreichen wir die Kapelle "Timios Stavros" und ruhen auf den Bänken aus. 20 Minuten weiter und der Strandabschnitt "Glyka Nera" ist erreicht und lädt zum Baden ein. In einigen Zisternen am Beach sprudelt prima, eiskaltes Quellwasser hoch. Die verkarstete Kalksteininsel macht ihrem Namen Ehre. An einer provisorischen, kleinen Mole liegt eine Kantine. Erfrischungen und Snacks werden geboten. Wir laufen den Strand entlang und überqueren mächtige Felsbrocken bis sich der Pfad wieder verbreitert und wir an einer Spitzkehre weiter oben die Asphaltstraße erahnen können. Auf der Asphaltstraße angekommen folgen wir ihr in Richtung Chora Sfakion und erreichen unser Ziel nach etwa 35 Minuten.


Besonderheiten:

Das autofreie, romantische Dorf von Loutro ist nur per Schiff oder zu Fuß erreichbar. Schöner Badestrand bei "Glykanera" (süßes Wasser). Die Ortschaft Chora Sfakion bedeutet so viel wie "Land der Schluchten"und besteht selbst fast nur aus Tavernen und Pensionen. Kurz vor dem neuen Hafen am östlichen Ende des Dorfes erinnert ein Denkmal an die Evakuierung der alliierten Truppen während des 2. Weltkrieges Ende Mai 1941. Die Bewohner der Sfakia, die Sfakioten sind in ganz Griechenland berühmt für ihren Heldenmut, denn sie waren oft Anführer von Rebellionen gegen die Venezianer, die Türken und auch gegen die Deutschen während des Krieges. Dieser schwer zugängliche Bereich der Weißen Berge ließ die Bewohner zwar stolz ihre Freiheit bewahren, aber sie waren dafür auch bettelarm. Ein altes griechisches Sprichwort sagt: "Das griechische Herz schägt auf Kreta, das Herz Kretas aber schlägt in der Sfakia".

Copyright © 2015-2018 Michael Dirksen.
Stand: 06.01.2018