Route 11: Sirikari - Polyrhinia (durch die Schlucht von Tsichliana)

Routencharakter:

Leichte bis mittelschwere Wanderung durch eine Schlucht. Zu Beginn steiler Abstieg. Am Schluchtende auf Wirtschaftswegen und Straßen aufwärts ins Dorf Polyrhinia. Steiler Aufstieg zum Ruinenfeld der ehemaligen Akropolis. Rote Markierungen kennzeichnen den Weg.

Wanderstart:

Dorf Sirikari, auf ca. 500m Höhe. Gegenüber der Dorfkirche "Agios Konstantinos" zweigt der Pfad ab, rote Markierungen führen zum Schluchtgrund.

Gehzeiten:

ca. 4,5 Stunden, Streckenlänge: ca. 14km.

Höhenunterschied:

Abstieg von ca. 520m auf 120m, dann Aufstieg zur Akropolis 430m, Polirhinia ca. 270m.

Routenanforderung:

Unschwierige Schluchtwanderung, gutes Schuhwerk wie immer! Im Sommer Wasser mitnehmen.

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Routenbeschreibung:

Von der Dorfkirche in Sirikari aus beginnt der schattige Pfad abwärts in etlichen Kehren (ca. 40Min.) zum Schluchtgrund. Auf der anderen Bachseite folgen wir den roten Markierungen ein Stück weit den Hang hinauf. Der Weg führt oberhalb der Schlucht parallel den Berghang entlang, bis der Bach ein weiteres Mal überquert wird. Der Schluchtgrund wird von Oleander und Platanen bewachsen. Wir folgen der rechten Talseite durch baumlose Brandkrautflächen bis von rechts eine weitere Schlucht einmündet. Auffällig sind die vielen apfeltragenden Salbeipflanzen (Salvia pommifera) die für Westkreta typisch sind und nur hier vorkommen. Bei der Einmündung der Schlucht wird unser Bach auf einer alten Brücke überquert. (ca. 2 Stunden) Bald darauf kommt die Kuppe von Polyrhinia und das Ende der Schlucht in Sicht. Nach 2,5 Std. öffnet sich der Pfad zu einem Wirtschaftsweg. Ein Ziegengatter wird passiert und am Fahrweg halten wir uns rechts und folgen der Richtung durch Olivenhaine bergab. An der Gabelung halten wir uns links, hinauf ins Dorf. Vor den ersten Häusern liegt die antike Nekropole von Polyrhinia. Von der Taverne "Odysseus" weisen Schilder den Weg rauf zur Akropolis. (ca. 30 Min.)


Besonderheiten:

Akropolis von Polyrhinia! Bedeutender Stadtstaat in Westkreta der in ständiger Auseinandersetzung mit dem benachbarten Phalassarna stand. Der Name "Polyrhinia" bedeutet so viel wie "reich an Lampen". Polyrhinia hat dem Eroberer Kretas (ca. 68 v. Chr.) Quintus Caecilius Metellus genannt "Creticus" eine Statue gestiftet. Polyrhinia war eine der wenigen Stadtstaaten der Insel, die sich nicht gegen die Römer stellte. Reste römischer Aquädukte (117-138 n. Chr.) Das Dorf Polyrhinia ist teils aus den Resten der antiken Bebauung gebaut. Herrlicher Panoramablick von der Akropolis aus. Blick zur Bucht von Phalassarna und zur Halbinsel von Rodopou. Rudimente von Gräbern und Zisternen beim Aufstieg.

Copyright © 2015-2018 Michael Dirksen.
Stand: 06.01.2018