Route 8: Sasalos - Alighi

Routencharakter:

Mittelschwere Tour auf schmalen Pfaden und Feldwegen. Nach Regen (Frühjahr) müssen bei den Bachdurchquerungen Schuhe ausgezogen werden.

Wanderstart:

Sasalos, Wendeplatz des Dorfbusses.

Gehzeiten:

ca. 2,45 Stunden, Streckenlänge: ca 9,3km.

Höhenunterschied:

ca. 250m.

Routenanforderung:

Gutes Schuhwerk und im Sommer ausreichend Wasser.

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Routenbeschreibung:

Am Buswendeplatz vor Sasalos geht man rechts über die Brücke und folgt ca. 50m weiter einem Fahrweg abermals nach rechts. Über einen zweiten Bach kommt man zur Dorfkirche von Sasalos und hält sich Richtung Süden bachaufwärts. Der Weg entfernt sich vom Bach und führt durch Olivenbäume am Friedhof vorbei. Vor uns sehen wir zwei Täler, wir folgen dem rechten Tal, immer dem Bachlauf linksseitig folgend . Wir passieren einige Gatter, bis der Feldweg zu einem schmalen Fußpfad wird. Jetzt erkennt man erste rote Markierungen. Ein dichter Erdbeerbaum- und Baumheidewald säumt den Pfad. Etliche Male wird der Bach gequert. Nach ca. 1,45 Stunden ist die Stifterkirche Agios Georgios erreicht. Wir folgen dem Schotterweg der uns zur Talsohle bringt. Nach ca. 2,15 Stunden haben wir einen Sattel erreicht, der schöne Ausblicke auf die doch recht karge Landschaft Südwest-Kretas erlaubt. Bergabwärts, an einem Olivenhain vorbei halten wir uns an einer Weggabelung links. Im Tal ist die Asphaltsatraße erkennbar. Bei einem niedrigen Hügel halten wir uns an der Kreuzung links der Landstraße nach Aligi folgend.


Besonderheiten:

Dichter Bestand an Baumheide und Erdbeerbäumen durch den sauren, kristallinen Schieferuntergrund. In Sasalos gibt es ein Kafenio. Die Flora Westkretas unterscheidet sich doch augenfällig von übrigen Teilen der Insel. Die kristallinen Schiefer bilden den sauren Untergrund auf dem dichte Macchie vorherrscht. Erikagewächse wie der Erdbeerbaum und die Baumheide sind zusammen mit Mastixstrauch und Terpentinpistazie die wichtigsten Vertreter. Die Baumheide ("Erica arborea") ragt oft meterhoch und sieht ähnlich wie das Heidekraut aus. Das harte Wurzelholz der Baumheide ist Rohstoff für Würfel und Pfeifen (Bruyere-Holz - Bruyere - Heide) weil das Holz wegen des hohen Anteils an Kieselsäure nur schwer brennbar ist. Seit der Antike liefern die Baumheideblüten den Bienen beste Nahrung und uns den Heidehonig. Der Erdbeerbaum kommt in zwei Arten vor: "Arbutus unedo" - der vor allem im westlichen Mittelmeer vorkommende "westliche Erdbeerbaum" und... der eher im griechischen Raum verbreitete "östliche Erdbeerbaum" oder "Arbutus andrachne". Arbutus erreicht eher selten Baumhöhe und hat an Erdbeeren erinnernde gelbliche bis rötliche Früchte die essbar sind, aber nur fade schmecken.

Copyright © 2015-2018 Michael Dirksen.
Stand: 06.01.2018