Route 1: Rodopos - Agios Ioannis - Rodopos

Routencharakter:

Über vegetationsarme Halbinsel zur Wallfahrtskirche von Agios Ioannis, Rückkehr auf einsamen Küstenpfaden.

Wanderstart:

Zentrum des Dorfes Rodopos.

Gehzeiten:

Rodopos - Kapelle Agios Ioannis ca. 2,5 Std. Rückweg über Küstenweg ca. 3 Std.

Höhenunterschied:

ca. 600m.

Routenanforderung:

Unschwierig, wenig Schatten, einsamer hoch gelegener Küsten/Ziegenpfad, gute Wanderschuhe, Wasser.

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Routenbeschreibung:

Auf asphaltierter Straße vom Dorfplatz Rodopos aus nach Norden, bis die Straße in eine Schotterpiste mündet. Dieser Piste einfach folgen (ohne Abzweigungen zu beachten!) bis das Hinweisschild "Pros Agios Ioannis" erreicht ist. Hier links halten zum Aussichtspunkt bei einem "Proskinitirio" genannten Gebets-Schrein. Der Blick öffnet sich auf die Bucht von Kissamos und die Halbinsel von Gramvoussa. In der Senke unten ist die Kapelle des Heiligen Ioannis zu erkennen. Über einen Zickzack-Pfad beginnt der 45 minütige Abstieg zur Kirche. Eukalyptusbäume spenden dort Schatten und es gibt Wasser aus einer Zisterne. Der Rückweg führt in südlicher Richtung auf einer Schotterpiste durch die Senke. Im Scheitelpunkt einer scharfen Kurve nach rechts abwärts (Steinsäule!) verläßt man die Schotterpiste und folgt dem schmalen, leicht ansteigenden Trampelpfad in südlicher Richtung. Man befindet sich ein ganzes Stück oberhalb der Küste und genießt herrlich Ausblicke. Orientieren kann man sich an roten Farbpunkten und Steinmännchen. Später schwingt der Pfad in südöstliche Richtung, aber immer aufwärts bis zu einer Kuppe. Etwas unterhalb verläuft eine Schotterpiste der man ohne weitere Verzweigungen bis nach Rodopos folgt.


Besonderheiten:

In der Kapelle des Agios Ioannis findet am 29. August ein großes Weihefest statt. Der Enthauptung Johannes des Täufers wird über einen Tag und eine Nacht gedacht. Der Täufer Johannes stellt für die griechisch-orthodoxe Kirche den ersten Mönch dar und ist Vorbild für alle Gläubigen. Hunderte von Menschen machen sich am 29. August morgens von Rodopos aus auf den Weg zur einsam gelegenen Kapelle des Agios Ioannes. Die Gläubigen bleiben über Nacht und kehren erst am nächsten Tag zurück. Bis heute leitet der verehrte Bischof Irinäus von Kissamos-Kastelli diese Feierlichkeiten. In der Kapelle hängt die Ikone des Heiligen Johannes als Zentrum der Verehrung. Vor der Kapelle steht ein Taufbecken in dem Täuflinge vom Bischof getauft werden. Mitgebrachtes Öl, Wein und Brot wird gesegnet. Ein unvergessliches Erlebnis, an diesem Fest teilzunehmen!

Copyright © 2015-2018 Michael Dirksen.
Stand: 06.01.2018